Im Weltall hört dich niemand schlürfen … im Videocall schon
Vieles, was man aus dem Büro kennt, kann man auch im Homeoffice nachstellen. Aber das Gefühl, in einem Team mit anderen zu arbeiten, geht schnell verloren. Um dieses Team-Gefühl ein Stückweit wieder zurückzubringen, ist die Netzmedien-Redaktion den ganzen Arbeitstag in einer Videokonferenz eingeloggt. Das ganze Team sitzt in dieser Google-Meet-Konferenz zusammen. Wenn man eine Frage hat, kann man diese einfach spontan in den Raum hinauswerfen, so als ob man gemeinsam in einem Grossraumbüro sässe. Dasselbe gilt natürlich auch, wenn jemand unnützes Wissen teilen will oder einen schlechten Wortwitz auf den Lippen hat. Damit das jeden Tag funktioniert, benötigt man natürlich eine gewisse Funkdisziplin. Wer gerade nichts zu sagen hat, schaltet das Mikro stumm. Da ich gerne mal eine Tasse Tee beim Arbeiten schlürfe, achte ich besonders darauf.
In der Regel klappt das auch ganz gut. Unlängst wurde mein Schlürfen jedoch jäh von einer Nachricht im Arbeits-Chat unterbrochen: "Wir können dich hören!" Ich ging natürlich davon aus, dass ich vergessen hatte, mein Mikro auszuschalten. Als ich das Fenster mit dem Gruppen-Videocall öffnete, war meine Überraschung jedoch gross: Das System zeigte ganz klar an, dass mein Mikro bereits auf Stumm gestellt war. Nur hören konnte man mich dennoch, wie mein Kollege mir versicherte. Das Chat-Fenster schliessen und neu öffnen, löste zwar das technische Problem. Das Vertrauen in diese Technologie ist jedoch nicht so schnell wieder aufgebaut. Ich frage mich nun ständig, was die auf der anderen Seite des Bildschirms noch so alles mitbekommen. Eine Frage, die sich wohl auch Zoom-Nutzer zurzeit stellen müssen. Ein Bug sorgt nämlich dafür, dass man beim Screen-Sharing mehr teilt, als man meint, wie Sie hier lesen können. Ich hole nun jedenfalls ein wenig Alufolie und bastle mir einen Hut daraus, während ich meinen Tee so still wie möglich geniesse.
Update: So lassen sich künftig Android-Apps von unverifizierten Entwicklern installieren
So verändert KI laut Sage den Geschäftsalltag
Trend Micros Enterprise-Sparte heisst jetzt TrendAI
Cispe reicht Beschwerde gegen Broadcom ein
Cistec partnert mit Healthtech-Start-up 44ai
Das erwarten Berner Gemeinden von der neuen Datenschutzbehörde
Wieso so viele seltene Flugsaurier-Fossilien an einem Ort zu finden sind
Speicherknappheit treibt europäischen PC-Markt kurzfristig an
Home 26 öffnet Türen erstmals auch für öffentliches Publikum