Bundesamt für Statistik

Schweiz im EU-weitem Digitalvergleich: Internet top, E-Commerce flop

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von Ludovic de Werra und jor

In Sachen Breitbandanschlüsse ist die Schweiz im europäischen Vergleich Vorreiter. Die Zahl der hiesigen ICT-Unternehmen ist auf über 20'000 gewachsen - nur etwa die Hälfte setzt auf die Cloud, wie aus Zahlen des Bundesamts für Statistik hervorgeht.

(Source: lucadp / Fotolia.com)
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Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat seine Indikatoren zur Informationsgesellschaft aktualisiert. Die Indikatoren sollen die Umsetzung der Strategie "Digitale Schweiz", die der Bundesrat am 11. September 2020 verabschiedete, statistisch nachverfolgen. Sie bieten zudem einen Überblick über den Stand der Digitalisierung in der Schweiz im internationalen Vergleich.

ICT-Branche in voller Blüte

Im Zeitraum 1997 bis 2018 machte der Sektor ICT und Medien zwischen 5,3 Prozent und 6,2 Prozent der Gesamtwirtschaft aus. 2018 belief sich der Anteil des ICT-Sektors alleine bereits auf rund 5 Prozent.

(Source: Bundesamt für Statistik)

Einhergehend stieg die Anzahl Schweizer ICT-Unternehmen zwischen 2011 und 2018 von 18'167 auf 20'358 Unternehmen.

Breitbandanschlüsse: Schweiz auf Platz 1

1994 hatten nur 1,7 Prozent der Schweizer Firmen Zugang zum Internet; heute verfügen nahezu alle hiesigen Unternehmen über ein Breitband- oder Mobilfunkanschluss.

Die Schweizer Bevölkerung ist im europäischen Vergleich überdurchschnittlich vernetzt: 47,6 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer haben einen Breitbandanschluss, wie aus den Zahlen des BFS hervorgeht. Die Schweiz liegt damit im Ländervergleich des BFS auf Platz 1. Im Durchschnitt aller OECD-Länder haben 32,6 Prozent einen Breitbandanschluss.

(Source: Bundesamt für Statistik)

Fast jeder ist online, fast die Hälfte setzt auf die Cloud

Die Schweiz gehört im Bereich privater Internetanschluss sowie Breitbandanschluss zu den Spitzenreitern der OECD-Ländern. 2019 verfügten 95 Prozent aller Haushalte über einen Breitband-Internetzugang.

(Source: Bundesamt für Statistik)

Cloud-Computing-Lösungen haben sich hierzulande schnell durchgesetzt. 2011 hatten noch 8 Prozent der Schweizer Unternehmen eine Cloud-Lösung. 2019 waren es bereits 43,4 Prozent, wie aus den Zahlen des BFS hervorgeht.

Im Onlinehandel hinkt die Schweiz hinterher

In puncto E-Commerce belegt die Schweiz im Länderranking allerdings den zweitletzten Platz - gleich hinter Österreich und noch vor Italien. Onlinehandel macht in der Schweiz also einen vergleichsweise geringen Anteil am Gesamtumsatz der Unternehmen aus.

Anders sieht es in Irland aus. Das Land belegt im Länderranking den ersten Platz und konnte den Anteil des Umsatzes mit E-Commerce am Gesamterlös aller Unternehmen 2020 nochmals kräftig steigern.

(Source: Bundesamt für Statistik)

Weitere Informationen zu den BFS-Indikatoren finden Sie auf der Website des Bundesamts für Statistik.

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