Apple pausiert die neuen KI-Funktionen in der EU
Aufgrund von Unsicherheiten wegen des EU-Digitalgesetzes DMA wird Apple die neuen KI-Funktionen vorerst nicht in EU lancieren. Die Verzögerung betrifft auch weitere Funktionen wie das "iPhone Mirroring".
Die im Juni an Apples Entwicklerkonferenz WWDC angekündigte KI-Funktionen werden vorerst nicht in der Europäischen Union verfügbar sein. Der Grund dafür sei, dass eine Öffnung für andere Hersteller und Dienste-Anbieter nach Vorgaben des Digital Market Acts (DMA), den Schutz der Nutzer-Daten beeinträchtigen könnte, teilte Apple mit.
Apples Vision ihrer künstlichen Intelligenz baue auf einem tiefgreifenden Zugang zu Nutzerdaten auf, berichtet "Watson".So könne die "Apple Intelligence" etwa Fragen wie, ob man es rechtzeitig zu einem Termin schafft, schnell zu beantworten. Die Verzögerung betrifft auch weitere Funktionen wie das "iPhone Mirroring", welches dem Mac-Computer den Zugriff auf das Apple-Smartphone erlaubt, sowie das Teilen des Bildschirms mit anderen Usern.
Die zentrale Vorgabe des EU-Gesetzes DMA besagt, dass zu "Gatekeepern" erklärte, grosse Plattformen anderen Anbietern den Zugang gewähren müssen und nicht eigene Angebote bevorzugen dürfen. Die Ausnahme bildet nur die Beeinträchtigung der "Integrität" der Dienste. Laut Watson ist es noch unklar, ob die EU in diesem Fall eine Ausnahme erlauben wird. In jedem Fall wird die Verfügbarkeit der neuen KI-Funktionen dieses Jahr nicht mehr stattfinden. Normalerweise veröffentlicht Apple jeweils im Sommer die Beta-Testversionen, um sie dann im Herbst mit einer neuen iPhone-Generation zu lancieren, fasst Watson zusammen.
Apple ist nicht der einzige Konzern, der seine KI-Pläne in der EU vorerst auf Eis legt. Auch Meta pausiert die Pläne für KI-Training in der EU/EEA. Daten aus der Schweiz sollen auch nicht verwendet werden, versichert das Unternehmen dem EDÖB. Mehr dazu lesen Sie hier.
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