Bundesrat startet Forschungsprogramm zur Cyberresilienz
Der Bundesrat lanciert drei neue nationale Forschungsprogramme, darunter eines zum Thema digitale Resilienz. Mit einem Budget von fünf Millionen Franken soll das Projekt eine flexible Abwehrstrategie gegen die zunehmenden Cyberangriffe in der Schweiz entwickeln.
Angesichts der zunehmenden Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen startet der Bundesrat ein Nationales Forschungsprogramm (NFP) zum Thema digitale Resilienz. Das Projekt verfügt über ein Budget von 5 Millionen Franken, wie der Bund mitteilt. Es ist Teil eines Pakets von drei Programmen, die mit insgesamt 17 Millionen Franken während drei bis vier Jahren im Rahmen der Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI-Botschaft 2025-2028) finanziert werden.
Das Programm "Digitale Resilienz kritischer Infrastrukturen" (NFP86) soll die Fähigkeit der Schweiz zur Bewältigung von Cyberbedrohungen stärken. Dabei geht es insbesondere darum, die Widerstandsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit und Wiederherstellungsfähigkeit kritischer Systeme nach digitalen Vorfällen zu verbessern, wie die Behörde weiter schreibt. Dazu diene der Aufbau einer "technologisch hochmodernen und agilen kollektiven Verteidigungsstruktur".
Von der steigenden Zahl von Cyberangriffen waren bereits einige Infrastrukturen betroffen. Laut dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) wurden Krankenhäuser lahmgelegt, der öffentliche Verkehr durch Ransomware gestört und Datenschutzverletzungen haben öffentliche Verwaltungen getroffen. Das NFP86 werde, unter Einbezug der Sozial- und Geisteswissenschaften in das Ökosystem der Cybersicherheit, sowohl technische als auch praktische Ansätze untersuchen, heisst es weiter.
Die anderen zwei Programme befassen sich mit den Themen psychische Gesundheit von Jugendlichen sowie Robustheit von Lieferketten im Kontext der Deglobalisierung.
Im Auftrag des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) wird die Umsetzung dieser drei Programme dem SNF übertragen. Die Projektausschreibungen erfolgen bis Ende des dritten Quartals 2026.
Das Bundesamt für Cybersicherheit hat Ende 2025 eine neue Cybersicherheits- und Resilienzmethode für Organisationen und Unternehmen entwickelt. Lesen Sie hier mehr dazu.
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