Nutanix und Netapp bauen Alternative zu VMware aus
Nutanix und Netapp arbeiten künftig enger zusammen, um virtualisierte Infrastrukturen zu modernisieren. Dabei integrieren sie Ontap als externes Speichersystem in Nutanix' Cloud-Plattform, um Unternehmen den Ausstieg aus VMware zu erleichtern.
Nutanix und Netapp haben eine technologische Zusammenarbeit angekündigt. Diese zielt darauf ab, das Betriebssystem "Netapp Ontap" als externes Speichersystem in die Nutanix Cloud Plattform zu integrieren, wie Netapp mitteilt. Damit sollen Unternehmen ihre virtualisierten Umgebungen modernisieren und gleichzeitig die Weiterentwicklung von Rechen- und Speicherressourcen stärker voneinander abgrenzen können.
Im Mittelpunkt der Ankündigung steht die Nutzung von Ontap als externes Speichersystem für Nutanix-Umgebungen. Unternehmen könnten auf diese Weise insbesondere bei einer Migration von VMware zu Nutanix AHV ihre Virtualisierungsschicht modernisieren. Gleichzeitig erhielten sie ihre bestehenden Investitionen in Netapp-Speicher. Der Ansatz richte sich primär an Unternehmen, die aus dem VMware-Ökosystem aussteigen wollen. Grund sind laut Mitteilung Lizenzänderungen und höhere Kosten seit der Übernahme durch Broadcom. Diese haben zahlreiche Reaktionen ausgelöst.
Weiter ermögliche der Ansatz Unternehmen eine Migration des Hypervisors, ohne gleichzeitig ihre Speicherinfrastruktur ersetzen zu müssen. Die Einstellung von vSphere Foundation in mehreren EMEA-Ländern habe parallel dazu eine Suche nach Alternativen beschleunigt.
Neue Lösung integriert Ontap und Prism
Auf operativer Ebene werde die Verwaltung des Lebenszyklus virtueller Maschinen weiterhin von Nutanix Prism geregelt. Ontap stellt seine Funktionen für Snapshots, Replikation, Datenmobilität und granulares Management auf VM-Ebene bereit. Diese Lösung ermöglicht insbesondere die Verwaltung von Leistung, Speicherkapazität und Wiederherstellungsmechanismen direkt auf der Ebene jeder einzelnen virtuellen Maschine, wie Netapp schreibt.
Rechen- und Speicherteams könnten dadurch zudem autonom arbeiten, ohne neue operative Silos zu schaffen. Die Partnerschaft ziele ausserdem darauf ab, Migrationen durch eine NFS-Integration zwischen den beiden Plattformen zu vereinfachen. Mit dem Netapp Shift Toolkit und dem Migrations-Tool Nutanix Move sollen Zero-Copy-Konvertierungen von virtuellen Maschinen innerhalb weniger Minuten möglich werden. Dadurch werden laut Mitteilung Migrationszeiten und -risiken reduziert.
Von kritischer Belastung zur Cyberresilienz
Die Integration zielt gemäss Mitteilung insbesondere auf kritische Workloads wie Datenbanken, ERP-Systeme und andere sensible Geschäftsanwendungen ab. Sie decke zudem hybride Speicheranforderungen, Replikation und Disaster Recovery ab.
Nutanix-Umgebungen profitierten gleichzeitig von Datensicherungsdiensten von Netapp - insbesondere von Ontap Autonomous Ransomware Protection with AI (ARP/AI) und dem Netapp Ransomware Resilience Service. Diese seien dazu in der Lage, Bedrohungen und Exfiltrationsversuche in Echtzeit zu erkennen.
Langfristig soll die Partnerschaft auf die Cloud-Dienste von Netapp, die Nutanix Kubernetes Platform sowie Nutanix Agentic AI ausgeweitet werden. Die Integration befinde sich derzeit in der Testphase mit einer geplanten vollständigen Verfügbarkeit im dritten Quartal 2026.
Lesen Sie hier mehr zu einer Studie von Nutanix über den Einsatz generativer KI im Gesundheitswesen.
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