SwissICT und Swico aktualisieren ICT-Modellverträge
Die Verbände SwissICT und Swico haben ihre Modellverträge für die ICT-Branche überarbeitet. Dabei haben sie verschiedene Klauseln an moderne Gegebenheiten angepasst - insbesondere im Zusammenhang mit KI und Cybersicherheit. Die Vorlagen sollen als rechtssichere Alternative zu KI-generierten Verträgen dienen.
Der IT-Fachverband SwissICT und der Wirtschaftsverband Swico stellen der Branche ihre ICT-Modellverträge bereits seit knapp 30 Jahren zur Verfügung. Nun haben die Rechtskommissionen der beiden Verbände die Verträge überarbeitet und modernisiert, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung heisst. Die Revision beinhalte sowohl rechtliche als auch inhaltliche und sprachliche Änderungen.
Laut Mitteilung wurden etwa Klauseln zu unerwarteten Kostensteigerungen sowie die Haftungsklausel überarbeitet. So könne man Cyberangriffe neu unter bestimmten Umständen als "höhere Gewalt" ansehen. Zudem gebe es jetzt eine Mediationsklausel für eine aussergerichtliche Streitbeilegung. Weiter stellten die Rechtsexperten gemäss Mitteilung den Einsatz von KI-Systemen bei der Leistungserfüllung klar und modernisierten die Regelungen zum Schriftformerfordernis. Ferner seien die verschiedenen Vertragstypen nun besser aufeinander abgestimmt.
Angesichts von KI-Tools, die in Sekundenschnelle Verträge generieren können, stellt sich laut Mitteilung die Frage, welchen Mehrwert solche Modellverträge heute noch haben. Die Rechtskommissionen beider Verbände argumentieren jedoch, dass Praxiswissen und Branchenkenntnis den entscheidenden Unterschied machen würden. "Letztlich fehlt KI-generierten Verträgen der Praxisblick, den wir als Juristinnen und Juristen einbringen konnten", sagt Sven Kohlmeier, Co-Leiter der Rechtskommission von SwissICT, und ergänzt: "SwissICT und Swico verstehen die Schweizer ICT-Welt besser als ein KI-System und stehen für Qualität."
Die beiden Verbände bieten die revidierten Modellverträge über einen neuen gemeinsamen Onlineshop an.
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