KI-Sichtbarkeit

Cohaga lanciert KI-Firmenverzeichnis

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von Joël Orizet und NetzKI Bot und rja

Die auf B2B-Firmendaten spezialisierte St. Galler Firma Cohaga hat ein auf KI-Suchen ausgerichtetes Firmenverzeichnis lanciert. Die Plattform soll Unternehmen zeigen, wie sichtbar sie in Antworten von ChatGPT, Claude und Gemini sind und wie sie ihre Präsenz dort verbessern können.

Cohaga will mit "ranQ" erfassen, wie sichtbar Unternehmen in den Antworten von KI-Diensten sind. (Source: Screenshot app.ranq.ch)
Cohaga will mit "ranQ" erfassen, wie sichtbar Unternehmen in den Antworten von KI-Diensten sind. (Source: Screenshot app.ranq.ch)

Cohaga aus St. Gallen lanciert mit "ranQ" ein Firmenverzeichnis für KI-Suchen, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. Die Firma arbeitet bislang vor allem mit Schweizer Unternehmensdaten und erweitert ihr Geschäft damit um den Bereich KI-Sichtbarkeit. Die neue Lösung soll zeigen, ob und wie Unternehmen in Antworten von ChatGPT, Claude oder Gemini vorkommen.

Gemäss Firmenwebsite umfasst das Verzeichnis mehr als 600'000 Schweizer Firmen. Als Grundlage dienen Daten aus dem Schweizer Handelsregister, die Cohaga über den Zentralen Firmenindex Zefix bezieht und täglich abgleicht. Hinzu kommen unter anderem Klassifikationsdaten des Bundesamts für Statistik und öffentlich verfügbare Firmenangaben. Unternehmen können ihr Profil nach einer Verifizierung selbst bearbeiten.

Von der Trefferliste in die KI-Antwort

Grundlage des Angebots ist die Generative Engine Optimization, kurz GEO. Ähnlich wie die Suchmaschinenoptimierung (SEO) die Sichtbarkeit in klassischen Suchmaschinen verbessern soll, zielt GEO auf die Präsenz in Antworten generativer KI-Systeme. Dabei geht es darum, Inhalte und Firmeninformationen so zu gestalten, dass Dienste wie ChatGPT, Claude oder Gemini sie bei passenden Fragen eher berücksichtigen.

Cohaga begründet das Angebot mit einem veränderten Suchverhalten: Nutzerinnen und Nutzer stellten ihre Fragen zunehmend direkt an KI-Dienste, statt ausschliesslich über klassische Suchmaschinen nach Informationen zu suchen. Die KI-Dienste liefern häufig eine ausformulierte Antwort, teilweise ergänzt um Quellenlinks, statt einer klassischen Trefferliste.

Für Unternehmen entsteht damit neben Suchmaschinen ein weiterer Ort, an dem sie um Aufmerksamkeit konkurrieren. Mit dem KI-Firmenverzeichnis will Cohaga sichtbar machen, wie Unternehmen in solchen KI-Antworten abschneiden und wo sie ihre Präsenz verbessern können. Laut Firmenwebsite gehören dazu unter anderem ein GEO-Score zur Bewertung der KI-Sichtbarkeit, Analysen sowie ein Monitoring.

Wie gut sich KI-Sichtbarkeit steuern lässt

"KI-Sichtbarkeit wird künftig genauso wichtig sein wie klassisches SEO", lässt sich Cohaga-CEO Fabio Mätzler in der Mitteilung zitieren. Viele Unternehmen investierten nach wie vor fast ausschliesslich in ihre Google-Sichtbarkeit, während sich Suchanfragen zunehmend zu KI-Systemen verlagerten.

Wie gezielt sich diese Sichtbarkeit beeinflussen lässt, bleibt allerdings offen. Bereits eine 2024 publizierte Grundlagenstudie (PDF) zu GEO beschreibt generative Suchsysteme als schnelllebige Black Boxes. Zu einem noch deutlicheren Schluss kommt eine im Juli 2026 als Preprint veröffentlichte Übersichtsarbeit (PDF) über 45 Studien: Keine der ausgewerteten Studien belegt einen stabilen, langfristigen und plattformübergreifenden kausalen Effekt auf die organische Auffindbarkeit. Einzelne GEO-Massnahmen können die Sichtbarkeit unter bestimmten Bedingungen erhöhen - ob dieser Effekt auch dauerhaft und über verschiedene KI-Dienste hinweg anhält, lässt sich nach aktuellem Forschungsstand jedoch nicht sagen.

 

Übrigens: Welche Massnahmen Unternehmen ergreifen können, um ihre Chancen auf Sichtbarkeit in KI-Antworten zu erhöhen und zugleich die direkte Kundenbindung zu stärken, lesen Sie hier.

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