Schutz kritischer Infrastrukturen

St. Gallen will kritische IT-Systeme besser schützen

Uhr
von Julia Meyer und jor

Der Kanton St. Gallen verabschiedet eine Strategie zum Schutz kritischer Infrastrukturen, darunter IT-Systeme. Die Strategie soll die Sicherheit der Bevölkerung und das Funktionieren der Wirtschaft gewährleisten.

(Source: Baran Robin / Pexels.com)
(Source: Baran Robin / Pexels.com)

Die St. Galler Regierung will die Sicherheit und Krisenfestigkeit des Kantons stärken. Im Rahmen ihrer Schwerpunktplanung 2025-2035 hat sie deshalb die Strategie zum Schutz kritischer Infrastrukturen, Prozesse und Dienstleistungen (SKIPD) verabschiedet, wie der Kanton mitteilt. Die Strategie soll die Sicherheit der Bevölkerung und das Funktionieren der Wirtschaft gewährleisten. 

Als mögliche Krisenszenarien nennt der Kanton Cyberangriffe, Trinkwasserknappheit und Medikamentenengpässe. Interdisziplinäre Projektgruppen haben die Strategie ausgearbeitet.

Klare Zuständigkeiten sollen Verletzlichkeiten verringern, die durch Überschneidungen bei den Verantwortlichkeiten entstehen. Dafür sei eine enge Zusammenarbeit verschiedener Sektoren und Fachgebiete nötig. An der Erarbeitung der Strategie wirkten Fachleute aus der kantonalen Verwaltung, Vertretungen von Gemeinden sowie Fach- und Aufsichtsbehörden, Betreiberinnen und Betreiber kritischer Infrastrukturen, Mitglieder von Einsatzorganisationen und zivilen Führungsstäben sowie Verantwortliche aus Unternehmen mit.

Die Strategie hält fest, dass Betreiberinnen und Betreiber kritischer Systeme oder Anlagen den Schutz ihres Betriebs regelmässig prüfen und verbessern sollen. Zunächst will der Kanton eine Koordinationsstelle für die SKIPD schaffen und die Strategie rechtlich verankern. 

 

Übrigens: Wahrnehmung und Umsetzung von Cyberresilienz klaffen laut einer Studie in der Schweiz auseinander. Mehr dazu lesen Sie hier. 

Webcode
L8senCWh