Damien Daupeyroux im Interview

Was die IT in den vernetzten Restaurants von McDonald’s können muss

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von Coen Kaat

Der US-amerikanische Fast-Food-Gigant McDonald's bedient in der Schweiz rund 300'000 Gäste pro Tag. Auch in Corona-Zeiten müssen sich die Gäste beim Besuch einer der 170 Filialen sicher fühlen. Wie das Unternehmen diese Herausforderung anpackt und wie IT-Partner dabei helfen, sagt Damien Daupeyroux, Technology Director Switzerland bei McDonald's.

Damien Daupeyroux, Technology Director Switzerland bei McDonald's. (Source: zVg)
Damien Daupeyroux, Technology Director Switzerland bei McDonald's. (Source: zVg)

Was beinhaltet Ihre tägliche Arbeit und wo kommen Sie mit IT-Dienstleistern in Berührung?

Damien Daupeyroux: Wir wollen das Leben unserer Gäste einfacher und genussvoller machen, deshalb nutzen wir Technologien, um unsere Gäste zu begeistern und die Arbeit unserer Teams weiter zu vereinfachen. Die IT ist heute eine Kernkomponente jedes McDonald’s-Restaurants. Diese Innovationen setzen wir immer in Abstimmung mit unseren Lizenznehmern um, welche die Mehrzahl unserer Restaurants als selbstständige Unternehmer betreiben. Auch unsere IT-Dienstleister sind dabei wichtige Partner und tragen zu unserem Erfolg bei. Das gelingt nur im täglichen Kontakt.

 

Was sind die drei wichtigsten Eigenschaften, die Ihre IT-Dienstleister mitbringen müssen?

Unsere IT-Dienstleister müssen unser Verständnis für Werte wie Integrität, Inklusion und Serviceorientierung teilen. Unsere Restaurants sind von morgens früh bis abends spät jeden Tag offen; zugleich bieten wir unseren Gästen eine Vielfalt an Bestelloptionen: an der Theke, im McDrive oder mit McDelivery. Da braucht es eine grosse Portion an Flexibilität. Und zuletzt müssen sie auch unsere Standards an Qualität und Umsetzung erfüllen.

 

Was sollten IT-Partner tunlichst vermeiden?

Das ist einfach: Keine Arbeiten im Restaurant während der Mittags- oder Abendessenszeit durchführen! Denn besonders in dieser Zeit sind unsere Mitarbeitenden als Gastgeber voll und ganz für die Gäste da.

 

Wie kaufen Sie IT-Hardware und -Software beziehungsweise komplette Lösungen ein? Direkt beim Hersteller oder bei einem Händler?

Das hängt stark von der benötigten Technologie ab. Als stärkste Restaurantmarke der Schweiz betreiben wir rund 170 Restaurants und bedienen im Schnitt 300 000 Personen pro Tag. Für den erfolgreichen Betrieb unserer Restaurants brauchen wir deshalb stabile und sichere Lösungen. Aus diesem Grund pflegen wir enge Beziehungen zu den Herstellern und beziehen unsere Technologien direkt von ihnen. So stellen wir sicher, dass unsere Gäste in jedem Restaurant die gleichen genussvollen Momente erleben. Bei spezifischen Bedürfnissen suchen wir zudem den Kontakt zu lokalen Wiederverkäufern.

 

Welche Bereiche Ihrer Unternehmens-IT haben Sie ausgelagert? Welche Bereiche würden Sie hingegen nie auslagern?

Der Fokus meines Teams liegt darauf, die User Experience im Restaurant für die Gäste so angenehm und einfach wie möglich zu machen. Zudem befindet sich das Support-Helpdesk in der Schweiz, denn hier ist Nähe besonders wichtig. Die restlichen Unternehmensdienste werden von der Technologieorganisation rund um McDonald’s Global bereitgestellt und verwaltet.

 

Was werden in der nächsten Zeit die grössten technischen Herausforderungen im Bereich IT für Sie sein?

Wenn Sie mich dies vor einem Jahr gefragt hätten, hätte ich diese Frage bestimmt anders beantwortet. Heute bin ich davon überzeugt, dass unsere IT dazu beitragen muss, dass sich die Gäste bei einem Besuch bei uns sicher fühlen. Wir arbeiten aktuell an Lösungen, wie wir den kontaktlosen Service beim Bestellvorgang am McDrive oder im Restaurant noch weiter verbessern können.

 

Wie können IT-Dienstleister Sie dabei unterstützen?

Unsere Partner müssen unsere Branche wirklich verstehen – und zugleich kreativ und offen für Neues sein. Diese Flexibilität ist wichtig, denn die Bedürfnisse unserer Gäste entwickeln sich stetig weiter.

 

Welche Rolle spielen Cloud, IoT, KI und Cybersecurity in Ihrer IT-Strategie?

Unsere Infrastruktur läuft in der Cloud, IoT ist in unseren vernetzten Restaurants schon längst Realität, und Cybersecurity stellt einen Grundpfeiler einer gesunden Technologie-Infrastruktur dar – dies sind alles entscheidende Elemente unserer Strategie. Künstliche Intelligenz birgt viel Potenzial, um das Erlebnis unserer Gäste in den Restaurants noch besser und einfacher zu machen.

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