Samsungs Zulieferer in der Kritik
Samsung hat seine chinesischen Zulieferer auf Kinderarbeit und Ausbeutung durchleuchtet. Viele Vorwürfe wurden bestätigt, der Konzern will nun dagegen vorgehen.
Auf Apple folgt Samsung: Nachdem der iPhone-Zulieferer Foxconn wegen seinen Arbeitsbedingungen mehrfach in der Kritik stand, richtet sich der Fokus nun auf Samsungs chinesische Zulieferer. Diese lassen manche Mitarbeiter bis zu 32 Überstunden pro Woche leisten, gab Samsung gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters zu. Zeitweise seien viele Arbeiter auf bis zu 100 Überstunden pro Monat gekommen.
Die Menschenrechtsorganisation China Labor Watch berichtete vergangene Woche von Arbeitern mit 16-Stunden-Schichten mit einem freien Tag pro Monat. Es habe auch ein Strafensystem gegeben, falls Mitarbeiter zu spät zur Arbeit erschienen oder fehlerhafte Produkte fabriziert hätten. Samsung bestätigte nach einer Untersuchung die Vorwürfe. Die Kritik betreffend Kinderarbeit sei aber falsch.
Doch Samsung will gegen solche Ausbeutung bei seinen chinesischen Zulieferern vorgehen. Wie Reuters berichtet, plant der Elektronikkonzern, die Richtlinien der Arbeitsbedingungen bei seinen Zulieferern zu verbessern. Das Strafensystem soll abgeschafft werden. Zudem sollen die Arbeitsprozesse verbessert werden. "Wir haben unseren Zulieferern empfohlen, dass sie mehr Arbeiter anstellen sowie Arbeitsschritte automatisieren und verbessern sollen, um das Überstundenproblem zu beheben", sagte Mok Jangkyun, Vice President im Bereich Human Resources für Samsung. Mok betonte, dass lediglich zehn Prozent von Samsungs kompletter Produktion an externe Unternehmen ausgelagert würden. Die Tatsache, dass grösstenteils selbst produziert wird, hält Mok für einen Wettbewerbsvorteil. Von weltweit über 200'000 Samsung-Mitarbeitern arbeite über die Hälfte in der Produktion.
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