Schweizer shoppen kaum per Smartphone
Die Post hat das Verhalten der Schweizer Onlineshopper unter die Lupe genommen. Die klassische Rechnung schlägt nach wie vor die Kreditkarte, Same Day Delivery ist hingegen kaum gefragt.
Die Schweizerische Post hat dem Schweizer E-Commerce-Markt den Puls gefühlt. Gemeinsam mit der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) veröffentlichte das Unternehmen den Schweizer E-Commerce Stimmungsbarometer 2015. Wie die Post mitteilt, kauft rund die Hälfte der Befragten monatlich im Internet ein – Jüngere noch mehr als Ältere.
Rund 60 Prozent schätzen dabei insbesondere die Flexibilität beim Onlineeinkauf. Auch die grosse Auswahl an Vergleichsmöglichkeiten (56 Prozent) und die Möglichkeit einer Heimlieferung (52 Prozent) überzeugen die Schweizer Onlineshopper.
Gekauft werden vor allem Reisen (57 Prozent) sowie Bücher, Musik und Filme (55 Prozent). Knapp jeder Zweite kauft online Kleider. Produkte wie Lebensmittel (10 Prozent) und Möbel (6 Prozent) werden hingegen eher im stationären Handel bezogen.
Teure Retouren sind verpönt
Gemäss der Studie sind den Befragten Kriterien wie eine "zweckmässige Bezahlabwicklung" (93 Prozent) und eine "Shop-Zertifizierung" (83 Prozent) wichtig. Drei Viertel legt zudem Wert auf kostenlose Retouren. Verlangt der Onlineshop eine Registrierung, ist das fast für jeden zweiten Befragten Grund genug, seine Bestellung abzubrechen.
Bezahlt wird in der Schweiz nach wie vor am liebsten per Rechnung. 74 Prozent der Befragten ziehen das klassische Zahlungsmittel der Kreditkarte vor (68 Prozent). Per Mobile-Guthaben beziehungsweise per Telefonrechnung begleichen gerade einmal 2 Prozent ihre Rechung.
Während der Grossteil der Befragten gerne den Sendungsverlauf online abruft, soll sich Same Day Delivery noch nicht durchgesetzt haben. Laut der Studie wünschen sich jedoch knapp drei Viertel der Teilnehmer, über den genauen Ankunftstermin ihres Pakets informiert zu werden.
Päckli sinnvoll verpacken
Das Smartphone wird hingegen von 62 Prozent der Studienteilnehmer nie bis selten für Onlineeinkäufe verwendet. Rund der Hälfte ist die Eingabe auf dem Smartphone zu umständlich. Auch die zu geringe Grösse der Displays wurde von 47 Prozent der Befragten bemängelt.
Rund 41 Prozent der Befragten achtete beim Transport auf die Nachhaltigkeit. Kaum jemand legte hingegen Wert auf eine attraktive Gestaltung der Verpackung. Von grosser Wichtigkeit sei hingegen für 87 Prozent die Möglichkeit, die bestellte Ware mit derselben Verpackung gleich zurückschicken zu können. Überflüssiges Packmaterial soll ebenfalls wo immer möglich vermieden werden.
Die Onlinebefragung der Post fand vom 22. September bis am 4. Oktober 2015 statt. Gemäss Mitteilung wurde der Fragebogen über den Privatkunden-Newsletter der Schweizerischen Post verschickt und ist demnach nicht repräsentativ. Ingesamt nahmen 15'001 Personen aus allen Sprachregionen der Schweiz teil.
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