Swatch kämpft mit den Folgen eines Cyberangriffs
Swatch ist am Wochenende Cyberkriminellen zum Opfer gefallen. Einige Aktivitäten – insbesondere der Uhrenmarke Omega – sollen durch den Angriff betroffen sein.
Die Swatch-Gruppe ist am vergangenen Wochenende Opfer eines Cyberangriffs geworden. Gegenüber der Nachrichtenagentur AWP bestätigt der Uhrenhersteller: Man habe einige IT-Systeme präventiv abgeschaltet, was "bestimmte Aktivitäten" beeinträchtigte. Angeblich sind die Systeme der zur Swatch-Gruppe gehörenden Uhrenmarke Omega betroffen, wie AWP unter Berufung auf interne Quellen berichtet.
Die Server der in Biel ansässigen Gruppe seien infiltriert worden. Es wurde jedoch keine Lösegeldforderung geltend gemacht. Ob es einen Datendiebstahl gab, bleibt abzuklären. Die Möglichkeit eines Datenlecks schloss ein Unternehmenssprecher aus.
In den vergangenen Monaten häufen sich Cyberangriffe auf Unternehmen. Laut Interpol wird sich dieser Trend fortsetzen, solange die Coronapandemie andauert. Die Behörde erwartet, dass Cyberkriminelle künftig verstärkt die Schwachstellen in Zusammenhang mit Telearbeit ausnutzen werden, um Phishingangriffe durchzuführen und Ransomware einzuschleusen. Sie dürften sich insbesondere das Interesse an Impfstoffen und Behandlungsmethoden gegen Corona zunutze machen.
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