Ricardo und Immobilien-Plattformen

Preisüberwacher regelt Tarife grosser Anzeigenplattformen

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von Chiara Binder und rja

Der Preisüberwacher hat sich mit der Auktionsplattform Ricardo und Immobilien-Plattformen wie Immoscout auf neue Tarife geeinigt. Mit den Verhandlungen reagierte er auf wiederholte Beanstandungen von Inserentinnen und Inserenten.

(Source: lichtmeister / Fotolia.com)
(Source: lichtmeister / Fotolia.com)

Der Schweizer Preisüberwacher hat mit grossen Schweizer Inserat-Plattformen eine einvernehmliche Regelung zu den Preismodellen vereinbart. Er kam damit laut Mitteilung des Bundes wiederholten Forderungen von Inserentinnen und Inserenten nach.

Im Bereich Immobilien hat der Preisüberwacher seinen Schwerpunkt auf klar strukturierte und preislich nachvollziehbare Angebote gelegt, wie es weiter heisst. Ergebnis der Verhandlungen ist die Schaffung eines transparenten Vermarktungspakets für die Plattformen Homegate.ch, ImmoScout24.ch, Acheter-Louer.ch, ImmoStreet.ch, alle-immobilien.ch und home.ch.

In einem Angebot namens "Flex Offer" wird gemäss Preisüberwacher ein fixer Preis pro Monat für die Kundschaft festgelegt. Darin enthalten sind demnach Leistungen des Pakets "Experienced" ohne zeitliche Beschränkung der Publikation des Inserats. "Flex Offer" soll die Kostenkontrolle vereinfachen und ein Einsparpotenzial gegenüber bisherigen Modellen ermöglichen. Bei diesem Angebot ist laut Preisüberwacher die monatliche Grundgebühr 44 Schweizer Franken mit einer Insertionsgebühr pro Kaufobjekt-Inserat von 505 Franken und 370 Franken bei Mietobjekten (jeweils exklusive Mehrwertsteuer).

Fokus bei der Plattform Ricardo bildeten die "Erfolgsgebühren", wie es weiter heisst. Diese seien pro erfolgreichem Verkauf zu bezahlen. Mit der neu verhandelten Regelung stimmt Ricardo demnach mehreren Rabatten in der Höhe von 10 Prozent für verschiedene Verkaufsformate zu. So etwa für die Erfolgsgebühren für alle Aktionen mit Startpreis von 1 Franken oder für bestimmte Grosskunden mit Umsätzen von mindestens 100’000 Franken.

Die Vereinbarungen werden durch die Plattformbetreiber laut Mitteilung spätestens per 1. April 2026 umgesetzt.

 

Übrigens: Erst im November 2025 hat das BACS vor Cyberkriminellen Käufern auf Ricardo, Tutti und Co. gewarnt. Mehr über die Betrugsmaschen auf Kleinanzeigeportalen können Sie hier lesen.

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