China blockiert Deal

Update: ABB darf Robotics-Division vorerst nicht an Softbank verkaufen

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von René Jaun und Yannick Chavanne und Übersetzung: Chiara Binder, jme, dwi, nki

Im Herbst 2025 hat ABB eine Vereinbarung über den Verkauf seines Geschäftsbereichs Robotics an Softbank im Wert von 5,4 Milliarden US-Dollar unterzeichnet. Doch die in China zuständigen Behörden haben die geplante Transaktion vorerst untersagt. Damit steht der Deal auf der Kippe.

Die Robotics-Division der ABB entwickelte 2017 einen kollaborativen Roboter, der ein Orchester dirigieren kann. (Source: ABB)
Die Robotics-Division der ABB entwickelte 2017 einen kollaborativen Roboter, der ein Orchester dirigieren kann. (Source: ABB)

Update vom 05.11.2026: Softbank darf ABB seine Robotics-Sparte vorerst nicht abkaufen. Wie ABB mitteilt, hat die chinesische Behörde für die Sicherheitsüberprüfung ausländischer Investitionen den geplanten Deal untersagt.

Man stehe in engem Austausch und arbeite konstruktiv an der Transaktion, erklärt ABB.

Mit der Blockierung durch China steht der Deal auf der Kippe, wie "Cash" analysiert. Offizielle Begründungen für die ablehnende Haltung gibt es keine. Die "Financial Times" berichtet jedoch unter Berufung auf anonyme, "mit der Angelegenheit vertraute" Personen, China verlange, dass ein Teil der Produktionskapazitäten der Robotiksparte in China verbleibe. Der Geschäftsbereich habe seit langem von staatlicher Unterstützung profitiert und das Land wolle sicherstellen, dass geistiges Eigentum im Zusammenhang mit Teilen des Robotikgeschäfts von ABB in China verbleibe. Laut dem Bericht sorgt sich China etwa darum, dass die durch die Robotics-Sparte gesammelten Daten dazu verwendet werden könnten, US-amerikanische KI-Modelle zu trainieren.

 

Originalmeldung vom 09.10.2025:

ABB verkauft Robotics-Division an Softbank

ABB verkauft seinen Geschäftsbereich Robotics für einen Unternehmenswert von 5,375 Milliarden US-Dollar an die Softbank Group. Die Transaktion, die noch der behördlichen Genehmigung bedarf, soll 2026 abgeschlossen werden, wie ABB mitteilt.

Der schweizerisch-schwedische Multikonzern gebe damit sein ursprüngliches Vorhaben auf, den Geschäftsbereich als eigenständig kotiertes Unternehmen an die Börse zu bringen. Durch den Verkauf generiere ABB unmittelbar Wert für die Aktionärinnen und Aktionäre, begründet Peter Voser, Verwaltungsratspräsident von ABB. "Wir werden weiterhin auf unsere langfristige Strategie fokussieren, basierend auf unserer führenden Rolle in den Bereichen Elektrifizierung und Automatisierung", sagt er. 

Der Verwaltungsratspräsident von ABB, Peter Voser. (Source: ABB)

Peter Voser, Verwaltungsratspräsident bei ABB. (Source: ABB)

Morten Wierod, CEO von ABB, ergänzt in der Mitteilung, dass Softbank ein "hervorragendes neues Zuhause" für die betroffenen Teams bieten werde. Zudem fügt er hinzu, dass die Kombination der Robotik-Kompetenzen von ABB und den KI-Fähigkeiten von Softbank die Wettbewerbsfähigkeit des Geschäftsbereichs stärken werde.

Morten Wierod ist der CEO von ABB. (Source: ABB)

Morten Wierod, CEO von ABB. (Source: ABB)

Wie es weiter heisst, wird ABB ihre Struktur ab dem vierten Quartal 2025 um drei Bereiche herum neu organisieren. Die Robotics-Division werde unter "nichtfortgeführte Aktivitäten" ausgewiesen. Zudem wolle man die Maschinenautomatisierung in die Division Process Automation integrieren. 

 

ABB kündigte Ende September 2025 an, 110 Millionen US-Dollar in vier ABB-Produktionsstätten in den USA investieren zu wollen. Mehr zu den Gründen für diese Investitionen lesen Sie hier.

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