Weniger PCs, dafür mehr Office
Microsoft verkauft weniger PCs und weniger Betriebssysteme, erhofft sich jedoch in Zukunft einen höheren Gewinn aus dem Handy-Geschäft. Auch die Suchmaschine Bing muss noch zulegen.
Microsoft hat seine Quartalszahlen veröffentlicht: einem Umsatz von 16,4 Milliarden US-Dollar steht ein Gewinn von 5,2 Milliarden US-Dollar gegenüber.
Damit hat der Softwarekonzern die schwächelnden Verkäufe von neuen Computern anscheinend gut weggesteckt. Die erhöhte Nachfrage nach der Bürosoftware Office 2010, der Spielekonsole Xbox 360 und der dazugehörigen Bewegungssteuerung Kinect habe die geringere Nachfrage nach dem Betriebssystems Windows 7 im dritten Geschäftsquartal mehr als ausgeglichen, so Microsoft.
Die sinkende Verkaufszahlen im von PCs im Privatkundenbereich erklärt sich Microsoft durch das steigende Interesse an Tablet-Computer und Smartphones. Die neue Zusammenarbeit mit dem Handyhersteller Nokia und das Betriebssystem Windows Phone 7 sollen hier Abhilfe schaffen.
Auch die Umsätze mit Windows gingen um 4 Prozent auf 4,4 Milliarden US-Dollar zurück. Dagegen gewann die Business-Sparte, zu der auch das Office-Paket gehört, um 21 Prozent und liegt nun mit 5,3 Milliarden US-Dollar Umsatz im Rennen.
Ein Sorgenkind bleibt weiterhin das Onlinegeschäft mit der Suchmaschine Bing. Hier weitete sich der Verlust auf 726 Millionen US-Dollar aus. Die Vormachtstellung von Google scheint demnach noch ungebrochen.
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