Entwicklungsländer bei mobilen Bezahldiensten um Jahre voraus
Über 140 Millionen Menschen werden dieses Jahr mobile Bezahldienste nutzen. Dabei werden die Entwicklungsländer Vorreiter bleiben.
Dieses Jahr soll die Anzahl Nutzer mobiler Bezahldienste von 102,1 Millionen auf 141,1 Millionen Menschen ansteigen. Das wäre ein Zuwachs von fast 40 Prozent, wie Gartner in einer aktuellen Studie berichtet. Das dabei entstehende Marktvolumen taxieren die Analysten auf 86,1 Milliarden US-Dollar.
Erfolgsmodelle Kenia und die Philippinen
Für die Analysten wächst der Markt allerdings langsamer als erwartet, besonders in den Entwicklungsländern, in denen mobiles Bezahlen verbreitet ist. "Während die Märkte in den Entwicklungsländern ideale Konditionen für mobile Bezahldienste bieten, nämlich eine hohe Verbreitung an Mobilgeräten und eine niedrige Verbreitung an Banken, ist das noch keine Erfolgsgarantie", kommentiert Sandy Shen, Forschungsdirektorin bei Gartner die Marktsituation.
Sie erwartet von den Serviceprovidern, dass diese ihre Strategien an lokale Märkte anpassen, wollen sie ihr Wachstum steigern. Erfolgsmodelle wie Kenia und die Philippinen liessen sich hingegen nicht auf andere Märkte übertragen.
Verschiedene Regionen, verschiedene Technologien
In den entwickelten Ländern würden Unternehmen die Aussichten der Near-Field-Kommunikation (NFC) "hinaustrompeten", ohne zu realisieren wie komplex dieses Service-Modell eigentlich sei, sagt Shen. Die grösste Hürde ist allerdings, wie bei anderen Technologien, der User selbst. Dieser müsse in entwickelten Ländern erst überzeugt werden mit dem Handy zu bezahlen. Deshalb glaubt die Analystin, dass die Bezahlung mittels NFC-Diensten noch mindestens vier Jahre braucht, um am Massenmarkt anzukommen.
Hierzulande, wo das mobile Web überall verfügbar ist, bleibe hingegen das Wireless Application Protocol (WAP) die bevorzugte Technik. Mobile Apps und mobiler Handel treiben die Bezahlung über WAP weiter voran. So werden dieses Jahr in Nordamerika 9 von 10 und in Westeuropa 7 von 10 mobile Transaktionen über WAP abgewickelt werden.
SMS und Unstructured Supplementary Service Data (USSD) sollen hingegen die dominanten Technologien in den Entwicklungsländern bleiben. Was an der Technik der aktuell verwendeten Handys in jenen Ländern läge. Denn genutzt werde die Technik massgeblich für Überweisungen, zum Beispiel für Geldtransfers an Verwandte. Desweiteren seien aufladbare Guthaben sehr beliebt. Laut Gartner zwei "Killerapplikationen".
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