Anhaltende Harddisk-Krise
Die Harddisk-Knappheit hält an, meinen die einen. Mit einer baldigen Entspannung an der Harddisk-Front rechnen die andern. Fakt ist: Bis Ende 2011 fehlen bis zu 70 Millionen HDDs auf dem Weltmarkt.
Bis Ende des vierten Quartals 2011 sollen der Computerbranche weltweit rund 35 Prozent der benötigten Harddisks fehlen. Den Grund dafür sieht Digitimes in den immer noch anhaltenden Auswirkungen der Überschwemmungen in Thailand. Die taiwanesischen Hersteller von PC-Komponenten, auf die sich der taiwanesische Branchendienst beruft, sagen voraus, dass nur rund 110 bis 130 Millionen Harddisks lieferbar sein werden. Gebraucht würden jedoch 180 Millionen.
Einige optimistische Hersteller rechnen allerdings damit, dass sich schon im ersten Quartal des neuen Jahres eine Entspannung an der "Harddisk-Front" abzeichnet. Andere glauben, dass der Harddisk-Markt bis zwei Jahre brauchen wird, um sich zu erholen. Das würde bedeuten, dass PC-Hersteller nicht nur 2012 mit deutlich erhöhten Kosten für Harddisks rechnen müssten.
In einigen Fällen hätten sich die Harddisk-Preise bereits verdreifacht. Das führe dazu, dass Konsumenten immer öfter auch zu SSDs greifen würden, weil die Preisunterschiede zu konventionellen Harddisks so viel kleiner geworden seien.
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