Partnerschaft mit Spie Frankreich

Update: Spie lanciert SOC-Angebot in der Schweiz

Uhr
von René Jaun und dwa, ml

Spie bietet seinen Kunden in der Schweiz neu SOC-Dienstleistungen an. Dazu gehören das Erkennen von Cyberangriffen rund um die Uhr sowie ein Informationsdienst über Cyberbedrohungen.

(Source: your123 / AdobeStock.com)
(Source: your123 / AdobeStock.com)

Update vom 27.06.2024: "Eine fortschrittliche Erkennung von Cyberangriffen, eine Überwachung rund um die Uhr sowie einen Informationsdienst über Cyberbedrohungen", dies sind laut Spie Schweiz die Eckpfeiler seines neuen SOC- (Security Operations Center)-Angebots. Man setze mit dem Angebot namens "Core SOC" die auf Cybersecurity ausgerichtete Strategie fort, erklärt der IT-Dienstleister in der Mitteilung.

Die Erkennungsmodelle, die bei "Core SOC" zum Einsatz kommen, werden laufend aktualisiert, wie es weiter heisst. Spie Schweiz hebt ausserdem hervor, dass sich das SOC nahtlos in die bestehende Umgebung des Kunden integrieren lasse und dass man das Angebot durch eine "flexible und agnostische SIEM/XDR (Security Information and Event Management / Extended Detection and Response)-Managementplattform" an die spezifischen Anforderungen jedes Kunden anpasse.

Als weitere Stärken nennt Spie Schweiz den lokalen und mehrsprachigen Support sowie eine einfache und transparente Preisgestaltung – namentlich werde pro Gerät bezahlt, nicht pro Log.

Spie Schweiz bietet die SOC-Dienstleistungen in Zusammenarbeit mit Spie Frankreich an, wie der Mitteilung zu entnehmen ist. Deren SOC betreue über 100 französische und internationale Kunden.

"Mit der Einführung von "Core SOC" machen wir einen wichtigen Schritt, um die Sichtbarkeit und die Erkennungsrate von Cyberangriffen auf die digitalen Vermögenswerte unserer Kunden zu erhöhen. Indem wir unser lokales Fachwissen mit unseren globalen Ressourcen kombinieren, können wir einen robusten, umfassenden und flexiblen Cybersicherheitsservice anbieten", sagt Christophe Francey, Chief Technology Officer von Spie ICS dazu.

Auf Anfrage stellt Spie Schweiz klar, in der Schweiz ein SOC zu betreiben und zu verantworten. Einige Prozesse des SOC-Managements, könnten jedoch von Mitarbeitenden in Frankreich durchgeführt werden. Als Beispiel dafür nennt das Unternehmen die 24/7-Abdeckung.

Auf die Frage, ob die Kundendaten im Rahmen des SOC-Angebots in der Schweiz oder in Frankreich bearbeitet würden, erklärt der IT-Dienstleister: "Spie ICS Schweiz verwendet bestimmte technische Tools, die sich in der Cloud befinden, um Logs zu empfangen und zu analysieren. Spie ICS Schweiz hat eine direkte vertragliche Beziehung zu diesen Tools und der Kunde wird transparent darüber informiert, wie und wo seine Daten bearbeitet werden."

Originalmeldung vom 10.01.2024:

Spie Schweiz baut Cybersecurity-Angebot aus

Der französische Industriedienstleister Spie verstärkt sein Angebot im Bereich Cybersicherheit. Die neue Produktpalette ist seit Anfang 2024 in der Schweiz erhältlich – oder zumindest ein grosser Teil davon, wie einer Mitteilung von Spie Schweiz zu entnehmen ist. Darin erklärt der IT-Dienstleister, das neue Angebot biete Unternehmen massgeschneiderte Unterstützung in Bezug auf die Governance, die Wahl der Technologie oder der Managed Services. Die Einführung des neuen Portfolios sei "ein strategischer Wendepunkt, der das Engagement des Unternehmens für Cybersicherheit widerspiegelt und dem Bedarf des Marktes an qualifizierten Experten entspricht".

Das neue Cybersecurity-Portfolio deckt laut Spie Schweiz die Bereiche Governance, Technologien, Dienstleistungen und Managed Security Operations Center (SOC) ab. Das SOC soll erst noch im 1. Quartal 2024 dazukommen, wie Spie hinzufügt. Das SOC soll zudem "eine umfassende Abdeckung der verschiedenen Sicherheitsumgebungen bieten" und von neuesten KI-Technologien profitieren. Die anderen drei Schlüsselbereiche umfassen Folgendes:

  • Governance Management (GRC): Das von Spie in der Schweiz angebotene Governance-Modell soll 360°-Analysen umfassen, die eine Bewertung der Prozesse, der eingesetzten Technologie und der Unternehmenskultur in Bezug auf die Cybersicherheit biete. Man unterstütze Schweizer Unternehmen bei der Zertifizierung nach ISO 27001, bei internen Audits, Lückenanalysen und bei der Überprüfung weiterer Security-Standards. Das Angebot umfasse auch Outsourcing-Lösungen wie CISO-as-a-Service (CISOaaS) und DPO-as-a-Service (DPOaaS).

  • Technologies: In diesem Bereich arbeitet Spie mit wichtigen Akteuren der IT-Branche zusammen und verspricht eine Vielzahl von Lösungen wie Firewalling, EDR, Zero Trust und SASE.

  • Dienstleistungen: Diese reichen von Schulungen für Mitarbeitende über Schwachstellenbewertungen bis zu Angriffserkennungstests für Infrastrukturen und Anwendungen sowie Code-Reviews.

Das Angebot sei auf dem Schweizer Markt einzigartig, sagt Christophe Francey, Chief Technology Officer bei Spie ICS (Information & Communication Services). Er kommentiert: "Digitale Sicherheit beschränkt sich nicht nur auf die eingesetzten Technologien, sondern es geht auch darum, eine Unternehmenskultur zu schaffen, die Wachsamkeit und Widerstandsfähigkeit fördert. Mit seiner Erfahrung in den Bereichen IT und Multitechnik kombiniert Spie seine Kompetenzen, um die Bedürfnisse seiner Kunden im Bereich Cybersicherheit abzudecken."

Im Herbst 2023 lancierten der Kanton Zug, die Hochschule Luzern (HSLU) und die Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) eine Onlineplattform für KMUs. Auf ITSec4KMU finden Unternehmen Informationen rund um das Thema Cybersecurity. Das Angebot soll KMUs dabei helfen, ein erstes Bewusstsein für Cybersicherheit zu entwickeln. Mehr dazu lesen Sie hier.

Wenn Sie mehr zu Cybercrime und Cybersecurity lesen möchten, melden Sie sich hier für den Newsletter von Swisscybersecurity.net an. Auf dem Portal gibt es täglich News über aktuelle Bedrohungen und neue Abwehrstrategien.

Webcode
74e8Arx9