Cyberkriminelle ziehen sensible Daten von Personaldienstleister ab
Bei Käner Personal haben Cyberkriminelle Daten geklaut, darunter sensible Daten wie Krankmeldungen, Pass- oder ID-Kopien. Das Unternehmen arbeitet mit Experten an der Bewältigung des Vorfalls.
Der Personaldienstleister Käner Personal ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Kriminelle Hacker verschafften sich Zugang zu sensiblen Daten über ein altes System, wie das Unternehmen mitteilt. Die Kriminellen hätten Daten verschlüsselt und unzugänglich gemacht. Mithilfe von Cybersecurity-Spezialisten arbeite das Unternehmen an der Wiederherstellung der Systeme.
Die Cyberkriminellen griffen auf Unternehmens- und Kundendaten zu. Betroffen sind Daten von einem System aus den Jahren 2005 bis 2020. Die gestohlenen Daten können Namen, Adressen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, AHV-Nummern, Krankmeldungen und Pass- sowie ID-Kopien beinhalten, wie Käner Personal weiter schreibt.
Zudem drohten die Angreifer damit, die gestohlenen Daten zu veröffentlichen. Man arbeite gemeinsam mit Experten mit Hochdruck daran, eine Veröffentlichung zu verhindern, betont das Unternehmen.
Der Personaldienstleister rät seinen potenziell betroffenen Kundinnen und Kunden, aufmerksam zu bleiben bezüglich E-Mails und SMS-Nachrichten, da es sich um Phishing handeln könnte. Kundinnen und Kunden, die sich unsicher fühlen, sollen ihre Passwörter ändern, wenn möglich mit Zwei-Faktor-Authentifizierung.
In einem Webinar hat Trend Micro anhand eines konkreten Fallbeispiels erklärt, wie solche Ransomware-Angriffe mit Sicherheitsmassnahmen verhindert werden können. Den Artikel dazu mit Verlinkung zur Aufzeichnung finden Sie hier.
Übrigens: Bei Logitech gab es ebenfalls einen Datenabfluss. Das Unternehmen bestätigte einen Cyberangriff, es seien aber nur “begrenzte Informationen” gestohlen worden. Lesen Sie hier mehr dazu.
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